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Immuno-(Dot)-Blot zum Nachweis der paraneoplastischen Autoantikörper anti-HuD, anti-Yo, anti-Ri, anti-CV2 (CRMP5),
anti-Amphiphysin, anti-Ma1 und anti-Ma2


In der Differentialdiagnostik von Neuropathien, cerebellären Ataxien und Encephalomyelitiden hat die Bestimmung antineuronaler Autoantikörper eine zunehmende Bedeutung erlangt. Die klinische Relevanz dieser liegt in ihrer Indikatorfunktion für einen - oftmals noch unentdeckten - Tumor. Bei positivem Nachweis von spezifischen antineuronalen Autoantikörpern ist die neurologische Symptomatik im Sinne eines "paraneoplastischen" Syndromes zu deuten. Ätiologisch wird eine Autoimmunpathogenese für diese Erkrankungen angenommen. Die neurologische Symptomatik und der Nachweis von antineuronalen Autoantikörpern können der klinischen Tumormanifestation um Jahre vorausgehen.

Damit kann dem Nachweis dieser Antikörper eine wichtige Bedeutung bei der Früherkennung von Tumoren zukommen. Neben einer anatomischen Einteilung der paraneoplastischen neurologischen Syndrome ist eine solche aufgrund spezifischer Autoantikörperbefunde etabliert worden (siehe Tabelle).

Üblicherweise werden antineuronale Autoantikörper im Immunfluoreszenztest mit neuronalen Gewebsschnitten nachgewiesen. Wegen Spezifitätsproblemen der Immunfluoreszenztests werden bislang die positiven Befunde im Immunoblot mit Extrakten aus neuronalem Gewebe als Antigen bestätigt. Die Interpretation dieser Befunde erfordert Erfahrung und ist daher Untersucher-abhängig. Darüber hinaus ist diese Vorgehensweise mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Eine einfache Alternative hierzu stellt der Immunoblot mit rekombinanten Antigenen dar, der sich u.a. durch folgende Vorteile gegenüber dem etablierten Verfahren auszeichnet:

  • Hohe Spezifität und Sensitivität
  • Auch für nicht versierte leichte und eindeutige Interpretierbarkeit
  • Einsparung des Immunfluoreszenztestes
Abbildung 1:

1      positive Kontrolle
2      negatives Serum
3-24 verschiedene positive Serumproben


Sensitivität und Spezifität:

Insgesamt wurden 47 positive, durch IFT bzw. andere Referenztests bestätigte, Serumproben getestet. Darunter waren 22 für HuD, 6 für Yo, 8 für Ri, 4 für CV2, 3 für Amphiphysin und 4 für Ma2 positiv. Alle diese Seren wurden als deutlich positiv erkannt. Um die Spezifität zu prüfen, wurden 46 Seren von gesunden Personen sowie von Patienten, die andere neurologischen Symptome aufwiesen, untersucht. Diese Proben waren negativ.

Table: Klinische Syndrome Indikation zur Antikörper Bestimmung Assoziierte Tumoren nach Häufigkeit
Anti-Hu-Antikörper(ANNA-1)
  • Sensible - und/oder autonome Neuropathie
  • Cerebelläre Degeneration (Ataxie)
  • Encephalomyelitis
  • Limbische Encephalitis
Kleinzelliges Bronchialkarzinom
Großzelliges Bronchialkarzinom
Extrapulmonale kleinzellige
Karzinome u.a.
Anti-Yo-Antikörper(Purkinje-Zell-Antigen)
  • Cerebelläre Degeneration (Ataxie)
Mammakarzinom
Ovarialkarzinom
Endometriumkarzinom u.a.
Anti-Ri-Antikörper(ANNA-2,anti-Nova-1)
  • Hirnstamm Syndrom(Inkl. Opsoklonus-Myoklonus-Syndrom)
  • Cerebelläre Degeneration
Mammakarzinom, Bronchialkarzinom
Medulläres Schilddrüsenkarzinom u.a.
Anti-CV2- (CRMP5-)Antikörper
  • Sensible und sensomotorische Neuropathie
  • Encephalomyelitis
  • Cerebelläre Degeneration
  • Limbische Encephalitis
  • Autonome Neuropathiey
  • Chorea
Kleinzelliges Bronchialkarzinom
Thymom
Anti-Amphiphysin-Antikörper
  • Stiff-Person-Syndrom
  • Verschiedene
Mammakarzinom
Kleinzellige Bronchialkarzinom
Anti-Ma1 und Anti-Ma2- (Ta-) Antikörper
  • Limbische Encephalitis
  • Hirnstamm Syndrom*
  • Cerebelläre Degeneration*
Hodenkrebs
Lungentumore

* Hirnstamm Syndrom und Cerebelläre Degeneration sind gewöhnlich mit anderen Tumoren als Hodenkrebs assoziiert und Antikörper gegen Ma2 und Ma1 sind nachweisbar.

Kurze Beschreibung der Testdurchführung:

  • Patientenseren 1:2.000 in gebrauchsfertigem Probenverdünnungspuffer verdünnen.

  • Die Streifen mit 2 ml verdünntem Serum 60 Minuten bei Raumtemperatur auf einem Schüttler inkubieren.

  • 5 mal Waschen mit gebrauchsfertigem Waschpuffer

  • Pro Streifen 2 ml des gebrauchsfertigen Alkalische Phosphatase markierten anti-Human-IgG Konjugates pipettieren.

  • 30 Minuten bei Raumtemperatur auf einem Schüttler inkubieren

  • 5 mal Waschen mit gebrauchsfertigem Waschpuffer

  • Pro Streifen 2 ml des gebrauchsfertigen Substrates (BCIP/NBT) pipettieren.

  • Die Streifen 25 Minuten bei Raumtemperatur inkubieren.

  • Die Reaktion durch Spülen mit Aqua dest. stoppen. Die Streifen auf sauberem Filterpapier trocknen und auswerten. Die Streifen lichtgeschützt aufbewahren.

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